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Mittwoch, 1. Juli 2020

Die Mehrwertsteuer, Corona und die Rückkehr zur Normalität ?



Was soll ich Euch sagen - in den letzten paar Monaten habe ich - zumindest teilweise - andere Dinge getan, als sonst. Ich habe die diversen Gäste an meinen Vogelfutterhäuschen im Garten beobachtet. (Eins meiner Kinder hat mich gefragt: Mama, ist dir eigentlich klar, dass das so eine richtige alte Leute Beschäftigung ist? - Pfffftttt - ist mir völlig wurscht)

Und ich habe mich ein Stück weit glücklich gekauft:


Bei meinem jährlichen Belastungs-EKG war das nämlich so unglaublich peinlich, das ich beschlossen habe: ich brauche mehr Bewegung. 

Ich habe endlich mal wieder ein bisschen was im Garten gemacht und ganz viel gebacken und gekocht. 

Genäht habe ich natürlich auch ....





Meine Tochter Julia und unsere Anja haben derweil die Pakete für die Online-Shop Aufträge gemacht und das einzige, was ich für den Laden gemacht habe, war der Papierkram. 

Aber seit heute ist der Laden wieder regulär geöffnet - d.h. Montags - Samstags immer von 09.30 bis 12.30 Uhr und auch die Dorle und ich sind wieder im Dienstplan eingeteilt. Mit Maske und Desinfektionsmittel - aber wieder dabei. 

Gleichzeitig ging natürlich letzte Nacht um 0.00 Uhr die Nummer mit der Mehrwertsteuerreduzierung los. Und darüber habe ich LANGE nachgedacht. Ob und wie ich das an meine Kundinnen weitergeben will und sollte. Und was das bedeutet, wenn ich diese Frage mit "ja" beantworte. 

Hauptsächlich hätte das bedeutet einige Tausend Artikel im Shop zu bearbeiten - ich habe da mal die Zeit gemessen und das hochgerechnet. Das wäre eine komplette Arbeitswoche vor dem Bildschirm gewesen - 8 Stunden täglich immer die selben Felder anklicken und (bei unserem langsamen Internet auf dem Lande) darauf warten, bis jeder Artikel gespeichert ist. 

Kinder, ich habe Euch lieb - aber so lieb dann auch wieder nicht. Ich habe darüber nachgedacht, wie Ihr auch etwas davon haben könnt, ohne das ich eine Woche lang dreimal täglich in Tränen ausbreche, unbeteiligte Zeugen (wie den Gatten) mit der Bratpfanne erschlage oder nach Papua Neu Guinea auswandere.

Also habe ich mir das jetzt so überlegt: jeden Monat wird eine beliebte Produktkategorie für den entsprechenden Monat ins Angebot gesetzt. Diesen Monat sind das die Unis von Moda - die Bella Solids. Die bekommt Ihr im Juli um 10% reduziert - also statt € 11,50 für €10,35.

Davon habt Ihr dann vermutlich auch mehr, als wenn jeder Artikel 3% weniger Mehrwertsteuer hat - ich hoffe, das seht Ihr auch so.

Zum Monatsanfang schreibe ich dann immer auf Instagram, welche Produktgruppe im Angebot ist.

Ansonsten hoffe ich, Ihr seid alle gesund und bleibt es auch,

Eure Grete



Freitag, 24. April 2020

Hundstage - oder was machen wir bei Stoffsalat in den nächsten Wochen?



Was soll ich Euch sagen - prinzipiell könnte es für mich persönlich und meine Lieben schlimmer sein. Wir wohnen hier schön, mitten im Grünen, wir können vor die Tür und mit dem Willi (siehe oben) spazieren gehen. Meine Bernina rattert auch in Pandemie-Zeiten völlig unbeirrt. Ich probiere neue Backrezepte aus und koche was das Zeug hält - da man ja auch nur einmal in der Woche einkaufen gehen will und daher ordentliche Planung und Rezepte VOR dem Einkauf Sinn machen. 

Der Laden war jetzt 5 Wochen geschlossen und das hat auch prima funktioniert. Wir sind ja zu viert - 2 etwas ältere Damen (die Dorle und ich) sind zuhause geblieben und haben genäht - und die beiden jüngeren Damen (Anja und meine Tochter Julia) waren an 5 Tagen in der Woche morgens im Laden und haben die Online-Bestellungen fertig gemacht. So weit so gut. Wir hätten das jetzt auch durchaus gerne erst mal so weiter gemacht.

Aber - seit die Läden prinzipiell wieder öffnen dürfen, standen natürlich auch in den letzten Tagen oft Kundinnen vor der Tür und wollten rein. Und das ist dann ja auch irgendwie unhöflich zu sagen: Nope, geht nicht. 

Also haben wir jetzt mal in einem Group-Chat auf FaceTime überlegt, wie wir weitermachen - was wir tun KÖNNEN und was wir tun WOLLEN. 

Nein, ich will noch nicht wieder in den Laden - ich gehöre zu der Sorte mit Vorerkrankungen und damit zu einer Risikogruppe und ich möchte die Dorle auch noch nicht dem Publikumskontakt aussetzen. 

Aber auch für Julia und Anja, die eine Ansteckung vermutlich gut überstehen würden - sicher kann man sich da trotzdem nicht sein.

Also machen wir es jetzt wie folgt: Ab nächster Woche Montag, dem 27.04.2020 ist der Laden von Montag - Donnerstag immer zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr geöffnet.

Wir fänden es immer noch deutlich besser, wenn Bestellungen über den Online Shop laufen würden und wir beraten auch gerne telefonisch. Aber für diejenigen die nicht online bestellen wollen oder können, bieten wir diese 2 Stunden an 4 Tagen in der Woche an. 

Ihr müsst dann anklopfen, eine Maske tragen (Anja und Julia werden auch eine tragen)  und Euch am Eingang mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel die Hände säubern - und Ihr werdet auch nur einzeln reingelassen. Sollten mehrere Kundinnen draussen warten, bitten wir auch darum, den 1,50 m Mindestabstand voneinander zu wahren. 

Ich glaube, so schützen wir sowohl Euch, als auch unsere Mädels und wir schauen einfach mal, wie lange man diese Maßnahmen so beibehalten sollte.  

Jupp, ich verstehe völlig, dass diese Vorkehrungen eine echte Spaßbremse für den Stoffeinkauf sind. 
Aber hinterher, an der Nähmaschine zuhause ist dann alles wieder gut 😀

Liebe Grüße an Euch alle, bleibt gesund,

Eure Grete




Mittwoch, 1. April 2020

Mund- und Nasenmasken selber nähen




Erst mal, Ihr Lieben, hoffe ich sehr, dass es Euch allen den Umständen entsprechend gut geht, trotz Corona, permanent schlechten Nachrichten, Sorgen um die Lieben und/oder ums Geschäft und den Einschränkungen, die für uns alle momentan gelten.

Wenigstens haben wir alle, die ihre Freizeit am liebsten an der Nähmaschine verbringen prinzipiell ja erst mal kein großes Problem mit dieser ganzen „Social Distancing“ Angelegenheit – das machen wir ja schon jahrelang.
„Wo ist Mama?“ – „An der Nähmaschine – wo sonst?“

In den letzten paar Tagen habe ich von einer ganzen Reihe an Kundinnen und Freundinnen Nachfragen bezüglich selbstgenähter Gesichtsmasken bekommen.
Ich muss zugeben, noch vor zwei Wochen habe ich eine Anleitung dazu im Netzt gesehen und ein bisschen geschmunzelt. Aber mittlerweile sagt selbst die WHO, dass angesichts der Mangelsituation in den Krankenhäusern die professionellen Masken für das medizinische Personal reserviert sein sollte, das sich um die Corona-Erkrankten kümmert – aber dass alle anderen, die Verkäufer/innen in den noch geöffneten Geschäften, Personal in Pflegeheimen, in Arztpraxen, aber auch jeder von uns, der zum einkaufen geht außerhalb der eigenen vier Wände eine solche Maske tragen sollte.

Aber – und das muss hier auch ganz deutlich gesagt werden – diese sind keine Masken, die jemanden vor einer Ansteckung schützen werden, weil er/sie diese Maske trägt. Wer die Maske trägt, schützt andere ein Stück weit vor Ansteckung – und das in Kombination mit ständigem Hände waschen und Abstand halten.

Also habe ich jetzt alle möglichen Anleitungen nachgenäht und im Endeffekt aus allen verschiedenen Vorschlägen meine eigene Lieblingsversion erarbeitet.

Ich gebe Euch hier zwei verschiedene Anleitungen.
Die erste Anleitung ist meine 1. Wahl – nämlich mit Gummibändern und ohne Draht über der Nase. Die geht am schnellsten – in 10 - 15 Minuten habe ich so ein Teil fertig genäht, man kann sie also auch in etwas größeren Mengen in relativ kurzer Zeit fertigstellen.

Die zweite Anleitung ist ähnlich, hat aber Bindebänder statt Gummi und einen offenen Tunnel für den Draht, damit man ihn für die Wäsche rausnehmen kann. 
Dauert definitiv länger – eher so 25 – 30 Minuten.


Als Material habe ich auch alle möglichen Dinge ausprobiert – zuerst Patchwork-Baumwollstoffe – aber ehrlich gesagt finde ich die eher schwierig, was die Atmung angeht (jupp – ich möchte auch noch Luft kriegen, wenn ich so ein Ding aufhabe), dann Jersey (zu labberig!) und letztendlich Double Gauze mit einem Stück G700 Vlies – das finde ich ganz wunderbar, ich kann gut atmen, es ist weich und angenehm im Gesicht aber nicht zu labberig (siehe oben).

Gestern haben dann die mittlere Tochter und ich auch den ganzen Tag damit verbracht, passende Videos dazu zu filmen. Zu diesem Zweck bin ich dann auch aus der Jogginghose raus und habe mich aufgehübscht. Kleid, Haare, Make-Up - die volle Ladung. 

Und heute morgen lese ich dann, dass eine ganze Abmahnwelle durchs Land schwappt, wenn man irgendwo das Wort "Sch.....tz" angibt. Man darf sagen, Gesichtsmaske, Mund-und Nasenmaske und alles mögliche - aber nicht "Sch....tzmaske". Und natürlich sage ich das Wort in den Videos gleich mehrfach. Also muss das jetzt mal so reichen. Eigentlich sollten die PDF-Downloads nur so als Zusatz zum Video sein - wenn Ihr irgendwo ein Problem habt, sagt mir Bescheid. 

Wenigstens sah ich einen Tag lang ordentlich aus - der Gatte könnte sich gefreut haben. Nicht, dass er sich beschwert (da müsste er sich auch erst mal rasieren, bevor ich das gelten lassen würde).

Beim durchlesen der Anleitung habe ich jetzt auch noch den einen oder anderen Rechtschreibfehlter gefunden - aber ich bin jetzt zu faul und zu müde, mich da noch mal dran zu setzen - lebt damit! 

Bleibt alle gesund, passt auf euch auf und seid virtuell gedrückt,

Eure Grete











Montag, 16. März 2020

Sewing in Times of Corona



Erst mal, Ihr Lieben hoffe ich, dass das Schlimmste was Euch passiert in den nächsten Wochen eine Weile Hausarrest ist. Denn im Gegensatz zu all den Mannschaftssportlern können wir ja ganz alleine.... stundenlang....tagelang....wochenlang! 

Aber - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und ähnliche Weisheiten - und wir haben beschlossen, dass das Ladengeschäft ab morgen, Dienstag dem 17.03.2020 eine Weile geschlossen bleibt.

Der Online Shop läuft natürlich weiter - und wer Beratung braucht kann diese auch telefonisch bekommen (02507-9837311 oder 02534-645981) oder natürlich auch immer per e-mail an grete@stoffsalat.de

Seid kollektiv virtuell gedrückt, bleibt gesund und hoffentlich bis bald,

Eure Grete