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Samstag, 27. Februar 2021

Mein neues Nähzimmer und Büro - Out with the old - in with the new


 Das waren bewegte Wochen im Greenshpon Haushalt. Betonung auf der "Bewegung". Nachdem der Laden eingepackt war, musste ich mit Erstaunen feststellen, dass ich zu viel Zeug habe. Über 50 fertig genähte Quilts in verschiedenen Größen, über 70 Mini-Quilts, 30 Tischläufer, 80 Kissenbezüge, dazu noch Horden von Taschen, Tischsets, Körbchen, etc. etc. etc. 

Das eine oder andere Teil durfte in meinem Wohn- und Esszimmer einziehen. Meine Schwester hatte Mitleid mit mir und hat einen nicht unerheblichen Teil mitgenommen. Das passte trotzdem alles nicht in mein hübsches kleines Büro/Nähzimmer drüben im ehemaligen Hühnerstall/Ladengeschäft. 

Jetzt muss man ja sagen - im Wohnhaus sieht das so aus - wir wohnen unten. Im ersten Stock sind die drei "Kinderzimmer" - von den Menschen die hier gelegentlich mal für ein Wochenende auftauchen - so zu Weihnachten oder Passover. Da hätte ich locker mit meinem ganzen Kram einziehen können. Aber der Gatte fand die Vorstellung, dass die Kinder nicht mehr ihre eigenen Zimmer hier hätten und wir uns vielleicht auf ein einziges Gästezimmer beschränken mussten schier unerträglich (die Rabenmutter hatte damit kein Problem - Anm. der Redaktion).

Da blieb dann noch der Dachboden. Den wir vor ungefähr 14 Jahren komplett ausgebaut hatten - mit neuen Fenstern, Holzböden, Dämmung, Heizung und Klimaanlage. Das einzige Problem? Seit 10 Jahren war das (ähnlich wie der Keller) Ablageort für alles, was "temporär" aussortiert wurde. Wo es dann prompt vergessen wurde. Was vermutlich der Grund war für solche Dinge wie drei (3!) Monopoly Spiele, einem ganzen Karton voll leerer DVD-Hüllen (?) und einem großen Stapel an Kinderbüchern in hebräischer Sprache (der Gatte: Nicht wegwerfen! Die lese ich irgendwann unseren Enkeln vor! - die kein hebräisch sprechen werden und sich dann vermutlich fragen, was Opa da brabbelt - weitere Anm. der Redaktion).

Also - sortiert, verschenkt, gespendet - und dann einen großen Container bestellt und diesen komplett mit Dingen gefüllt, die wirklich niemand mehr haben will (auf der Rechnung standen dann 1,94 TONNEN Müll) Mein Vorsatz in diesem, wirklich sehr befriedigenden Moment? Ich werde jetzt Minimalistin. Nur das behalten, was man wirklich benutzt. Wie man das in diesen ganzen Netflix Serien lernt, die einem zeigen, wie man endlich Ordnung schafft im eigenen Zuhause. Wo man ganz ohne Rummelschubladen, Kellerräume und Dachböden auskommen könnte. 

Und dann mein neues Reich - kleiner Raum als Büro - großer als Nähzimmer - eingerichtet. Ich zeige Euch jetzt mal ein paar Bilder.









Und ja - das allererste Wort, das einem einfällt, wenn man die Bilder sieht ist "minimalistisch" - oder? 

Ich war sehr froh, dass wir damals in weiser Voraussicht ein Geländer mit Querstreben eingebaut haben - SUPER zum aufhängen all der verbliebenen Quilts und Taschen! 

Und es gibt jede Menge Wände für die Miniquilts. Und einen Sessel und einen Fernseher fürs handnähen, während man weitere Netflix Sendungen zum Thema "entrümpeln" guckt!

Ich muss zugeben, am ersten Tag, nachdem alles eingeräumt war, hatte ich so ein bisschen das Gefühl, NOCH mehr Dinge nähen wäre ja schon so ein Stück weit - nun - pervers. Hat sich aber schnell wieder gelegt. 

Und ja, wenn ich täglich bis an mein selig Ende nähe, werde ich trotzdem meine Stoffvorräte nicht aufbrauchen. Und mir trotzdem neue Stoffe kaufen. 

Und in der Zwischenzeit macht es mich jeden Morgen froh, mit dem Kaffeebecher in der Hand hier in mein quitschebuntes, maximalistisches Reich zu kommen. 

So Mädels - dies war jetzt mein letzter Beitrag auf diesem Blog. Ab nächster Woche übernimmt Zsofia den Stoffsalat Blog und wird Euch mit absoluter Sicherheit ganz junge, frische und ebenfalls bunte Dinge zum Thema Patchwork und Quilting zeigen. Meine Ergüsse findet Ihr ab dann auf www.gretegreenshpon.com und unter gretegreenshpon auf Instagram. Dort halte ich Euch dann auch über meine Fortschritte mit dem neuen Buch auf dem Laufenden, zeige Euch was ich gerade nähe und was mich sonst noch gerade beschäftigt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr sowohl dem Stoffsalat Blog die Treue haltet, als auch meinen neuen Abenteuern auf dem gretegreenshpon Blog folgen werdet. 

Bleibt gesund!


Eure Grete


Donnerstag, 10. Dezember 2020

Stoffsalat macht weiter!

 


Jupp, Ihr habt das im Betreff richtig gelesen. Stoffsalat macht weiter. Nach meiner Ankündigung hier auf dem Blog, dass ich den Laden schließen werde kam eine meiner Lieblingskundinnen auf mich zu - und zwar die junge Dame dort oben. Ihr Name ist Zsofia Petik. Ihr habt vielleicht schon mal vor drei Jahren ein Bild von ihr auf meinem Instagram Account gesehen. 

Sie ist eine begeisterte Quilterin und Stoffliebhaberin, hat einen ausgezeichneten Geschmack (okay - sie hat den gleichen Geschmack wie ich - also....!!!) und Farbsinn, ist einer der nettesten Menschen, die ich so kenne und wird alles in allem ein echter Gewinn für meine Kundinnen sein. 

Sie will auch das Konzept so weiterführen - nämlich:
- immer komplette Stoffserien
- die ganze Ladung Pure Elements und die sehr große Auswahl an Bella Solids
- Alle Aurifil Farben in 50er Stärke
- alle Produkte von Annie
- diverses Zubehör wie BlocLoc Lineale und Vliese

Bis Ende Februar 2021 wird im Online Shop noch mein Bestand abverkauft - ab März 2021 geht dann der Shop komplett in Zsofias Verantwortung und ab dann trudeln auch die neuen Stoffserien ein, die sie bestellt hat.

Wenn Zsofias Baby dann irgendwann in die Kita kommt, ist auch ein Ladengeschäft in Coesfeld geplant. 

Bis dahin hat sie schon so einige Aktionen und Angebote geplant - aber da will ich auch nicht vorgreifen und zu viel verraten. 

Aber so viel sei gesagt - ich freue mich. Auch darüber, dass nicht 10 Jahre Arbeit einfach so sang- und klanglos verschwinden. Und hoffe sehr, dass Ihr Zsofia genau so die Treue halten werdet wie mir.



Was mich angeht - auch da gibt es in Bälde so einige Neuigkeiten ... aber das ist alle noch in der Mache und braucht noch ein paar Wochen Zeit. 

Bis dahin - Euch allen noch eine gute Adventszeit, trotz aller Einschränkungen frohe Feiertage - und bleibt gesund!


Eure Grete


Montag, 30. November 2020

Adventsaktion beim Stoffsalat und die neue Ordnung im Nähzimmer

 Guten Morgen, Ihr Lieben


ich hoffe, Ihr hattet einen schönen 1. Advent - ich muss sagen, zum ersten Mal seit Jahren war VOR diesem jedes Jahr völlig überraschend wiederkehrenden Tag alles bei mir geschmückt. Corona hatte nämlich - wie für viele - eine völlig überraschende Nebenwirkung. Alles wird ordentlich. Wenn man schon nicht vor die Tür kommt, wird wenigstens drinnen mal so richtig neu durchorganisiert. 

Das fing vor ein paar Wochen an, als der Gatte und ich den Keller in Angriff genommen haben. Jupp - den Keller. Der Ort, den man gerne mal mit allem, was man EIGENTLICH nicht mehr braucht zumüllt und dann vor lauter Kisten und Kartons kein Platz mehr ist um mal sauber zu machen. 

Jedenfalls - wir haben es getan. Ich hätte dabei am liebsten so einen Seuchenschutzanzug getragen - samt Gasmaske, Gummistiefeln und Handschuhen. Die Spinnenbevölkerung im Kreis Münster/Coesfeld wird vermutlich über Jahre von diesem schrecklichen Tag berichten. Nachdem man jahrelang friedlich in dunkeln hausen konnte, kamen da plötzlich diese Monster mit einem Hochdruckreiniger. Es war ein Schlachtfeld. 

Danach war kein halten mehr bei mir. Wenn man den Ort aufgeräumt hat, den man am aller-aller-wenigsten aufräumen möchte, kann man sich getrost an alle anderen Ecken machen. Da kann es ja nur noch bergauf gehen. Erst war mein Büro dran. Die geschäftlichen Papiere sind ja notgedrungen immer recht ordentlich. Aber die privaten? Lose Blattsammlung - bis einmal im Jahr die Steuererklärung fällig wird und man muss..... Ich habe jetzt einen aufgeräumten Schreibtisch, neue und ordentlich beschriftete Aktenordner, nur noch Kugelschreiber, die auch funktionieren. Unglaublich. 

Und dann kam das Nähzimmer dran. Und lasst mich Euch sagen - das hat mich ungefähr 45 - 50 Stunden gekostet. Denn - in meinem Nähzimmer gibt es 37 Schubladen - in denen immer mal Werkzeuge, Lineale, Garne, Stoffreste, Vlies, etc. frei nach dem Motto gelandet sind: wenn Platz ist, dann rein damit - so sieht es dann auf den ersten Blick alles ordentlich aus. 

Völlig unabhängig von der Frage, ob man das noch braucht, ob das der beste und praktischste Ort für das Teil ist und ob seine Verwandten auch in der gleichen Schublade sind. 

So waren zum Beispiel meine Lineale immer in einer Schublade neben der Nähmaschine. Jupp, genau der Ort and dem man Lineale IMMER braucht.  Wenn ich irgendein Werkzeug - sagen wir mal einen Schrägbandformer brauchte, musste ich in allen 37 Schubladen suchen. Und nachdem ich auf Netflix eine Doku über zwei Frauen gesehen hatte, die bei anderen Leuten aufräumen dachte ich mir: okay - das kann man auch selber.

Also erstmal eine Liste gemacht - mit allem was ich so habe. Dann klassifiziert - brauche ich: dauernd, oft, manchmal, selten, nie (nie wurde verschenkt oder weggeworfen) 

Dann in Familien aufgeteilt: Dinge, die man am Bügelbrett braucht, an der Nähmaschine, am Schneidetisch. Oder zum Beispiel alle Sorten Nadeln neben der Nähmaschine. 

Ein Labelgerät gekauft und Label gedruckt, was das Zeug hält.



Und jetzt sind alle Dinge, die ich z.B. an der Schneidematte brauche auch in den Schubladen darunter. In den obersten Schubladen immer die Dinge, die am häufigsten benutzt werden. 




Es ist eine Freude - nichts mehr suchen und alles griffbereit da, wo man es braucht. Und das war so viel Arbeit - das werde ich jetzt auch so beibehalten. Also hört auf zu unken, dass das spätestens in 3 Monaten wieder im Chaos endet. 


Letzte Woche war dann meine Küche an der Reihe. Speziell die Schränke mit den Essensvorräten. Eieieieiiiiii. Ja, es gibt Dinge, die werden vermutlich auch nach 10 Jahren nicht schlecht. Benutzen will die trotzdem keiner mehr, wenn das Verfallsdatum 2012 war. Und so konnte ich dann an diesem schönen Adventswochenende in meiner unglaublich ordentlichen Küche ganz entspannt Plätzchen backen. 

Ansonsten beginnt morgen unsere alljährliche Adventsaktion - und weil ja am 15.12. der letzte Tag des Ladengeschäfts ist, ist das auch die Chance für mich, unter Umständen nicht ganz so viele Stoffballen rausschleppen zu müssen. Also habe ich dieses Jahr beschlossen, jeden Tag - vom 01.12. bis zum 07.12. eine andere Designerin um 25% zu reduzieren. Wie gesagt - immer nur für einen Tag. 

Ihr könnte dann in der Bestellung im Kommentarfeld vermerken, dass Ihr sammeln wollt (um Versandkosten zu sparen) und je nachdem, ob Ihr über Paypal oder Überweisung zahlt läuft das dann am Ende dieser Aktionswoche so ab: bei Paypal rechnen wir aus, was Ihr zuviel bezahlt haben und schicken das dann auch über Paypal zurück. Bei Überweisung nennen wir Euch per E-mail die zu überweisende Gesamtsumme. Am 08.12. wird dann alles verpackt und auf den Weg geschickt. 

So, Ihr Lieben - Euch allen eine schöne Woche, bleibt gesund!


Eure Grete




Montag, 14. September 2020

Stoffsalat Out


 

Also, Ihr Lieben - heute habe ich mal ein...nun.... sagen wir mal gemischtes Programm an Neuigkeiten für Euch. 

Da oben seht Ihr auf dem Foto ein definitiv freudiges Ereignis - zumindest für unsere Familie. Seit letzter Woche Dienstag um 16.00 Uhr hat die Bundesrepublik einen Deutschen mehr. Jupp. Nach 17 Jahren in Deutschland ist der Gatte jetzt deutscher Staatsbürger und durfte gestern sogar schon mit wählen gehen. 

Soweit zu den eindeutig als positiv zu beurteilenden Neuigkeiten. Die nächste ist vielleicht eher als "sowohl-als-auch" zu klassifizieren. Stoffsalat schliesst nämlich am 16.12.2020 nach etwas über 10 Jahren die Türen. 

Das hat eigentlich keine wirtschaftlichen, sondern ausschließlich private und gnadenlos egoistische Gründe. Zum einen hatte keines meiner Kinder Lust, den Laden weiterzuführen. Was völlig verständlich ist - das war mein Ding und die Begeisterung für hübsche Stöffchen und Nähmaschinen wurde offensichtlich nicht mit der Muttermilch weitergegeben. 

Zum anderen werde ich im November 60 - und habe gründlich darüber nachgedacht, ob ich denn noch irgendetwas anderes unbedingt tun möchte, bevor die Löcher im Hirn immer größer werden, ich anfange hauptberuflich das Apothekenmagazin zu lesen und in meiner Freizeit darüber zu schwadronieren, wieviel besser früher alles war. 

Auch so ein Stichwort: Freizeit. In den letzten zehn Jahren sind wir maximal ein- bis zweimal im Jahr für ein verlängertes Wochenende im Urlaub gewesen. Auch das soll sich ändern. 

Aber vor allem möchte ich das tun - was ich schon immer gerne getan habe - nämlich schreiben. Ich habe ein Buch geschrieben (einen Krimi) - der noch überarbeitet werden muss. 

Und dann geht es an die nicht ganz einfache Aufgabe eine Literaturagentur bzw. einen Verlag zu finden. Und nein - self-publishing ist keine Option. Dann schon lieber alles versuchen und sich einen Mißerfolg mit der Entschuldigung: " die wollen einfach keine 60-jährigen Omis als Neuautoren " schön zu reden 😀.

Das alles braucht Zeit und Einsatz und gleichzeitig mit einem Ladengeschäft und Onlineshop scheint mir das irgendwie ein bisschen viel an Multi-Tasking. Ich habe da jetzt monatelang drüber nachgedacht. Und gerade in Corona-Zeiten hatte man da ja auch irgendwie mehr Gelegenheit zu.

Ja, da sind einige Dinge, die mir die Entscheidung schwer gemacht haben. Einige von Euch sind mir schon fast von Anfang an treu. So viel positives Feedback kriegt man außerdem in keiner anderen Branche. Da werde ich mir - sollte mein Buch tatsächlich veröffentlicht werden - ein deutlich dickeres Fell anschaffen müssen. 

Und meine Mädels im Laden - die Anja, die Julia, die Dorle.... ach.... Und die neuen Stöffchen. Und all die netten Menschen, die ich dadurch kennengelernt habe - die Annie, die Barbara, bei Bernina, bei den Großhändlern für Art Gallery und Moda, auf den Messen. Und natürlich meine Kundinnen. Die mir zu Weihnachten geschrieben und selbstgenähtes geschickt haben. Die teilweise ein paar hundert Kilometer zurückgelegt haben, um mal persönlich in den Laden zu kommen und ein Schwätzchen zu halten. 

Aber nähen werde ich ja auf jeden Fall weiter, hier und da mal was auf dem Blog, auf Instagram oder bei Bernina zeigen und mir anschauen, was Ihr so macht. 

Und natürlich halte ich Euch über den Blog und Instagram auch auf dem Laufenden, wie meine neuen Aktivitäten so vorankommen. 

Jedenfalls - der letzte Tag im Laden ist also der 15.12.2020 - wenn jemand mich noch mal besuchen will, am besten per e-mail ankündigen, damit ich dann auch selber im Laden bin. 

In der ersten Dezember Woche werden wir auch noch ein letztes Mal unsere Advents-Sammelaktion machen. Da ist dann jeden Tag etwas anderes im Angebot und Ihr könnt sammeln um Versandkosten zu sparen. 

Bis dahin, seid von mir kollektiv gedrückt,


Eure Grete

Mittwoch, 1. Juli 2020

Die Mehrwertsteuer, Corona und die Rückkehr zur Normalität ?



Was soll ich Euch sagen - in den letzten paar Monaten habe ich - zumindest teilweise - andere Dinge getan, als sonst. Ich habe die diversen Gäste an meinen Vogelfutterhäuschen im Garten beobachtet. (Eins meiner Kinder hat mich gefragt: Mama, ist dir eigentlich klar, dass das so eine richtige alte Leute Beschäftigung ist? - Pfffftttt - ist mir völlig wurscht)

Und ich habe mich ein Stück weit glücklich gekauft:


Bei meinem jährlichen Belastungs-EKG war das nämlich so unglaublich peinlich, das ich beschlossen habe: ich brauche mehr Bewegung. 

Ich habe endlich mal wieder ein bisschen was im Garten gemacht und ganz viel gebacken und gekocht. 

Genäht habe ich natürlich auch ....





Meine Tochter Julia und unsere Anja haben derweil die Pakete für die Online-Shop Aufträge gemacht und das einzige, was ich für den Laden gemacht habe, war der Papierkram. 

Aber seit heute ist der Laden wieder regulär geöffnet - d.h. Montags - Samstags immer von 09.30 bis 12.30 Uhr und auch die Dorle und ich sind wieder im Dienstplan eingeteilt. Mit Maske und Desinfektionsmittel - aber wieder dabei. 

Gleichzeitig ging natürlich letzte Nacht um 0.00 Uhr die Nummer mit der Mehrwertsteuerreduzierung los. Und darüber habe ich LANGE nachgedacht. Ob und wie ich das an meine Kundinnen weitergeben will und sollte. Und was das bedeutet, wenn ich diese Frage mit "ja" beantworte. 

Hauptsächlich hätte das bedeutet einige Tausend Artikel im Shop zu bearbeiten - ich habe da mal die Zeit gemessen und das hochgerechnet. Das wäre eine komplette Arbeitswoche vor dem Bildschirm gewesen - 8 Stunden täglich immer die selben Felder anklicken und (bei unserem langsamen Internet auf dem Lande) darauf warten, bis jeder Artikel gespeichert ist. 

Kinder, ich habe Euch lieb - aber so lieb dann auch wieder nicht. Ich habe darüber nachgedacht, wie Ihr auch etwas davon haben könnt, ohne das ich eine Woche lang dreimal täglich in Tränen ausbreche, unbeteiligte Zeugen (wie den Gatten) mit der Bratpfanne erschlage oder nach Papua Neu Guinea auswandere.

Also habe ich mir das jetzt so überlegt: jeden Monat wird eine beliebte Produktkategorie für den entsprechenden Monat ins Angebot gesetzt. Diesen Monat sind das die Unis von Moda - die Bella Solids. Die bekommt Ihr im Juli um 10% reduziert - also statt € 11,50 für €10,35.

Davon habt Ihr dann vermutlich auch mehr, als wenn jeder Artikel 3% weniger Mehrwertsteuer hat - ich hoffe, das seht Ihr auch so.

Zum Monatsanfang schreibe ich dann immer auf Instagram, welche Produktgruppe im Angebot ist.

Ansonsten hoffe ich, Ihr seid alle gesund und bleibt es auch,

Eure Grete



Freitag, 24. April 2020

Hundstage - oder was machen wir bei Stoffsalat in den nächsten Wochen?



Was soll ich Euch sagen - prinzipiell könnte es für mich persönlich und meine Lieben schlimmer sein. Wir wohnen hier schön, mitten im Grünen, wir können vor die Tür und mit dem Willi (siehe oben) spazieren gehen. Meine Bernina rattert auch in Pandemie-Zeiten völlig unbeirrt. Ich probiere neue Backrezepte aus und koche was das Zeug hält - da man ja auch nur einmal in der Woche einkaufen gehen will und daher ordentliche Planung und Rezepte VOR dem Einkauf Sinn machen. 

Der Laden war jetzt 5 Wochen geschlossen und das hat auch prima funktioniert. Wir sind ja zu viert - 2 etwas ältere Damen (die Dorle und ich) sind zuhause geblieben und haben genäht - und die beiden jüngeren Damen (Anja und meine Tochter Julia) waren an 5 Tagen in der Woche morgens im Laden und haben die Online-Bestellungen fertig gemacht. So weit so gut. Wir hätten das jetzt auch durchaus gerne erst mal so weiter gemacht.

Aber - seit die Läden prinzipiell wieder öffnen dürfen, standen natürlich auch in den letzten Tagen oft Kundinnen vor der Tür und wollten rein. Und das ist dann ja auch irgendwie unhöflich zu sagen: Nope, geht nicht. 

Also haben wir jetzt mal in einem Group-Chat auf FaceTime überlegt, wie wir weitermachen - was wir tun KÖNNEN und was wir tun WOLLEN. 

Nein, ich will noch nicht wieder in den Laden - ich gehöre zu der Sorte mit Vorerkrankungen und damit zu einer Risikogruppe und ich möchte die Dorle auch noch nicht dem Publikumskontakt aussetzen. 

Aber auch für Julia und Anja, die eine Ansteckung vermutlich gut überstehen würden - sicher kann man sich da trotzdem nicht sein.

Also machen wir es jetzt wie folgt: Ab nächster Woche Montag, dem 27.04.2020 ist der Laden von Montag - Donnerstag immer zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr geöffnet.

Wir fänden es immer noch deutlich besser, wenn Bestellungen über den Online Shop laufen würden und wir beraten auch gerne telefonisch. Aber für diejenigen die nicht online bestellen wollen oder können, bieten wir diese 2 Stunden an 4 Tagen in der Woche an. 

Ihr müsst dann anklopfen, eine Maske tragen (Anja und Julia werden auch eine tragen)  und Euch am Eingang mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel die Hände säubern - und Ihr werdet auch nur einzeln reingelassen. Sollten mehrere Kundinnen draussen warten, bitten wir auch darum, den 1,50 m Mindestabstand voneinander zu wahren. 

Ich glaube, so schützen wir sowohl Euch, als auch unsere Mädels und wir schauen einfach mal, wie lange man diese Maßnahmen so beibehalten sollte.  

Jupp, ich verstehe völlig, dass diese Vorkehrungen eine echte Spaßbremse für den Stoffeinkauf sind. 
Aber hinterher, an der Nähmaschine zuhause ist dann alles wieder gut 😀

Liebe Grüße an Euch alle, bleibt gesund,

Eure Grete




Mittwoch, 1. April 2020

Mund- und Nasenmasken selber nähen




Erst mal, Ihr Lieben, hoffe ich sehr, dass es Euch allen den Umständen entsprechend gut geht, trotz Corona, permanent schlechten Nachrichten, Sorgen um die Lieben und/oder ums Geschäft und den Einschränkungen, die für uns alle momentan gelten.

Wenigstens haben wir alle, die ihre Freizeit am liebsten an der Nähmaschine verbringen prinzipiell ja erst mal kein großes Problem mit dieser ganzen „Social Distancing“ Angelegenheit – das machen wir ja schon jahrelang.
„Wo ist Mama?“ – „An der Nähmaschine – wo sonst?“

In den letzten paar Tagen habe ich von einer ganzen Reihe an Kundinnen und Freundinnen Nachfragen bezüglich selbstgenähter Gesichtsmasken bekommen.
Ich muss zugeben, noch vor zwei Wochen habe ich eine Anleitung dazu im Netzt gesehen und ein bisschen geschmunzelt. Aber mittlerweile sagt selbst die WHO, dass angesichts der Mangelsituation in den Krankenhäusern die professionellen Masken für das medizinische Personal reserviert sein sollte, das sich um die Corona-Erkrankten kümmert – aber dass alle anderen, die Verkäufer/innen in den noch geöffneten Geschäften, Personal in Pflegeheimen, in Arztpraxen, aber auch jeder von uns, der zum einkaufen geht außerhalb der eigenen vier Wände eine solche Maske tragen sollte.

Aber – und das muss hier auch ganz deutlich gesagt werden – diese sind keine Masken, die jemanden vor einer Ansteckung schützen werden, weil er/sie diese Maske trägt. Wer die Maske trägt, schützt andere ein Stück weit vor Ansteckung – und das in Kombination mit ständigem Hände waschen und Abstand halten.

Also habe ich jetzt alle möglichen Anleitungen nachgenäht und im Endeffekt aus allen verschiedenen Vorschlägen meine eigene Lieblingsversion erarbeitet.

Ich gebe Euch hier zwei verschiedene Anleitungen.
Die erste Anleitung ist meine 1. Wahl – nämlich mit Gummibändern und ohne Draht über der Nase. Die geht am schnellsten – in 10 - 15 Minuten habe ich so ein Teil fertig genäht, man kann sie also auch in etwas größeren Mengen in relativ kurzer Zeit fertigstellen.

Die zweite Anleitung ist ähnlich, hat aber Bindebänder statt Gummi und einen offenen Tunnel für den Draht, damit man ihn für die Wäsche rausnehmen kann. 
Dauert definitiv länger – eher so 25 – 30 Minuten.


Als Material habe ich auch alle möglichen Dinge ausprobiert – zuerst Patchwork-Baumwollstoffe – aber ehrlich gesagt finde ich die eher schwierig, was die Atmung angeht (jupp – ich möchte auch noch Luft kriegen, wenn ich so ein Ding aufhabe), dann Jersey (zu labberig!) und letztendlich Double Gauze mit einem Stück G700 Vlies – das finde ich ganz wunderbar, ich kann gut atmen, es ist weich und angenehm im Gesicht aber nicht zu labberig (siehe oben).

Gestern haben dann die mittlere Tochter und ich auch den ganzen Tag damit verbracht, passende Videos dazu zu filmen. Zu diesem Zweck bin ich dann auch aus der Jogginghose raus und habe mich aufgehübscht. Kleid, Haare, Make-Up - die volle Ladung. 

Und heute morgen lese ich dann, dass eine ganze Abmahnwelle durchs Land schwappt, wenn man irgendwo das Wort "Sch.....tz" angibt. Man darf sagen, Gesichtsmaske, Mund-und Nasenmaske und alles mögliche - aber nicht "Sch....tzmaske". Und natürlich sage ich das Wort in den Videos gleich mehrfach. Also muss das jetzt mal so reichen. Eigentlich sollten die PDF-Downloads nur so als Zusatz zum Video sein - wenn Ihr irgendwo ein Problem habt, sagt mir Bescheid. 

Wenigstens sah ich einen Tag lang ordentlich aus - der Gatte könnte sich gefreut haben. Nicht, dass er sich beschwert (da müsste er sich auch erst mal rasieren, bevor ich das gelten lassen würde).

Beim durchlesen der Anleitung habe ich jetzt auch noch den einen oder anderen Rechtschreibfehlter gefunden - aber ich bin jetzt zu faul und zu müde, mich da noch mal dran zu setzen - lebt damit! 

Bleibt alle gesund, passt auf euch auf und seid virtuell gedrückt,

Eure Grete