Background

Mittwoch, 1. April 2020

Mund- und Nasenmasken selber nähen




Erst mal, Ihr Lieben, hoffe ich sehr, dass es Euch allen den Umständen entsprechend gut geht, trotz Corona, permanent schlechten Nachrichten, Sorgen um die Lieben und/oder ums Geschäft und den Einschränkungen, die für uns alle momentan gelten.

Wenigstens haben wir alle, die ihre Freizeit am liebsten an der Nähmaschine verbringen prinzipiell ja erst mal kein großes Problem mit dieser ganzen „Social Distancing“ Angelegenheit – das machen wir ja schon jahrelang.
„Wo ist Mama?“ – „An der Nähmaschine – wo sonst?“

In den letzten paar Tagen habe ich von einer ganzen Reihe an Kundinnen und Freundinnen Nachfragen bezüglich selbstgenähter Gesichtsmasken bekommen.
Ich muss zugeben, noch vor zwei Wochen habe ich eine Anleitung dazu im Netzt gesehen und ein bisschen geschmunzelt. Aber mittlerweile sagt selbst die WHO, dass angesichts der Mangelsituation in den Krankenhäusern die professionellen Masken für das medizinische Personal reserviert sein sollte, das sich um die Corona-Erkrankten kümmert – aber dass alle anderen, die Verkäufer/innen in den noch geöffneten Geschäften, Personal in Pflegeheimen, in Arztpraxen, aber auch jeder von uns, der zum einkaufen geht außerhalb der eigenen vier Wände eine solche Maske tragen sollte.

Aber – und das muss hier auch ganz deutlich gesagt werden – diese sind keine Masken, die jemanden vor einer Ansteckung schützen werden, weil er/sie diese Maske trägt. Wer die Maske trägt, schützt andere ein Stück weit vor Ansteckung – und das in Kombination mit ständigem Hände waschen und Abstand halten.

Also habe ich jetzt alle möglichen Anleitungen nachgenäht und im Endeffekt aus allen verschiedenen Vorschlägen meine eigene Lieblingsversion erarbeitet.

Ich gebe Euch hier zwei verschiedene Anleitungen.
Die erste Anleitung ist meine 1. Wahl – nämlich mit Gummibändern und ohne Draht über der Nase. Die geht am schnellsten – in 10 - 15 Minuten habe ich so ein Teil fertig genäht, man kann sie also auch in etwas größeren Mengen in relativ kurzer Zeit fertigstellen.

Die zweite Anleitung ist ähnlich, hat aber Bindebänder statt Gummi und einen offenen Tunnel für den Draht, damit man ihn für die Wäsche rausnehmen kann. 
Dauert definitiv länger – eher so 25 – 30 Minuten.


Als Material habe ich auch alle möglichen Dinge ausprobiert – zuerst Patchwork-Baumwollstoffe – aber ehrlich gesagt finde ich die eher schwierig, was die Atmung angeht (jupp – ich möchte auch noch Luft kriegen, wenn ich so ein Ding aufhabe), dann Jersey (zu labberig!) und letztendlich Double Gauze mit einem Stück G700 Vlies – das finde ich ganz wunderbar, ich kann gut atmen, es ist weich und angenehm im Gesicht aber nicht zu labberig (siehe oben).

Gestern haben dann die mittlere Tochter und ich auch den ganzen Tag damit verbracht, passende Videos dazu zu filmen. Zu diesem Zweck bin ich dann auch aus der Jogginghose raus und habe mich aufgehübscht. Kleid, Haare, Make-Up - die volle Ladung. 

Und heute morgen lese ich dann, dass eine ganze Abmahnwelle durchs Land schwappt, wenn man irgendwo das Wort "Sch.....tz" angibt. Man darf sagen, Gesichtsmaske, Mund-und Nasenmaske und alles mögliche - aber nicht "Sch....tzmaske". Und natürlich sage ich das Wort in den Videos gleich mehrfach. Also muss das jetzt mal so reichen. Eigentlich sollten die PDF-Downloads nur so als Zusatz zum Video sein - wenn Ihr irgendwo ein Problem habt, sagt mir Bescheid. 

Wenigstens sah ich einen Tag lang ordentlich aus - der Gatte könnte sich gefreut haben. Nicht, dass er sich beschwert (da müsste er sich auch erst mal rasieren, bevor ich das gelten lassen würde).

Beim durchlesen der Anleitung habe ich jetzt auch noch den einen oder anderen Rechtschreibfehlter gefunden - aber ich bin jetzt zu faul und zu müde, mich da noch mal dran zu setzen - lebt damit! 

Bleibt alle gesund, passt auf euch auf und seid virtuell gedrückt,

Eure Grete











1 Kommentar:

  1. Liebe Grete,
    die sehen ja lustig aus, Deine Masken. Pünktchen gehen immmer - sag ich doch! ;-)
    Die Idee mit dem G700 werde ich mal verfolgen. Das klingt gut und die Un-Druchlässigkeit für kleine Partikel ist vielleicht auch nicht die Schlechteste.
    Danke für den Tipp!
    Bleibt gesund
    Elke

    AntwortenLöschen