Mittwoch, 17. November 2010
Matschsalat
Letztes Wochenende auf den "Winterträumen". Natürlich hatte ich einen Stand, schließlich ist die Burg Hülshoff praktisch ein Heimspiel, da mein Laden ja nur ca. 200 m außerhalb des Burggeländes liegt.
Wenn da nicht die Sache mit dem Wetter gewesen wäre. Der scheußliche Heizpilz in der Mitte war bitter nötig. Es hat geregnet und gestürmt was das Zeug hielt und ab Samstag nachmittag versank das komplette Burggelände im Schlamm.
Dass die Ausstellung trotzdem gut besucht war, wird für mich ein ewiges Rätsel bleiben. Haben die Menschen denn kein Zuhause? Sind bei Regen und Sturm nicht ein Sofa, eine Tasse Tee, ein paar Kekse und ein gutes Buch deutlich verlockender als durch den Matsch zu trippeln und Weihnachtsdeko zu begutachten?
Glücklicherweise sind all die anderen Deutschen nicht solche Weicheier wie ich und haben mich und die anderen Aussteller nicht alleine vor uns hin bibbern lassen.
Jetzt ist mein Laden wieder ordentlich eingeräumt, ich darf wieder an meine Nähmaschine und muss zur Arbeit keine langen Unterhosen tragen. Auch schön.
Mittwoch, 10. November 2010
Bella Germania
Kein Zweifel - es ist hübsch auf Sizilien. Und der Blick von unserem Balkon - die Dächer von Céfalu, der Duomo, das Mittelmeer.... ach......
Aber - man wäre ja kein Westfale, wenn man nicht was zu nörgeln hätte... die Beschreibung auf der Webseite unseres Ferienhauses:
"Ihr Domizil liegt nur wenige Meter vom Duomo entfernt. Parken Sie Ihr Auto auf der Piazza de Duomo, von dort geht es zu Fuß weiter".
Ich möchte jetzt mal in einer Bilderstrecke zeigen, was dieses recht lapidare Statement de facto bedeutet hat, mal ganz abgesehen davon, dass es auf der Piazza de Duomo gar keine Parkplätze gibt. Aber gut -man parkt also irgendwo, so cirka einen Kilometer vom Duomo entfernt und fängt an zu laufen.
Wohlgemerkt, ich war recht großzügig mit dem Gepäck, schließlich weiß man ja nicht wie das Wetter so wird - und noch ein paar Schuhe oder 5 schaden ja nie. Jedenfalls schleppte der Gatte dann 2 Koffer mit 45 kg Inhalt als es hier losging:
ein paar Treppen hoch
damit es nicht langweilig wird, ein paar andere Treppen
links herum, rechts herum,
schließlich noch ein paar Treppen
und voilà
wir sind an unserem Ferienhaus, jetzt nur noch die Tür öffnen und
siehe da:
Treppen und....
und zum Schluss, bis zu unserem Schlafzimmer noch ein paar...
....genau - Treppen.
Wenn man es bis dahin geschafft hat, kann man den oben gezeigten Ausblick genießen.
Aber lasst mich da ganz ehrlich sein - zu dem Zeitpunkt braucht Frau eine Sauerstoffmaske und einen Sanitäter.
Diese Vorliebe der Sizilianer für großzügiges Umschreiben von Sachverhalten kommt meiner Meinung nach auch bei den Straßenschildern zum Ausdruck.
Sobald man dort mit dem Auto unterwegs ist, fallen einem diese dreieckigen Warnschilder auf, auf denen eine Kuh abgebildet ist.
Auch das ist eine recht sparsame Methode den unbedarften Touristen auf die verschiedenartigsten Hindernisse hinzuweisen:
Ja, ab und an findet man tatsächlich die ein oder andere Kuh auf der Straße
Manchmal sind die Kühe auch etwas niedriger
Manchmal findet man auch gar kein Viehzeugs, dafür aber leicht fragwürdige Bergstraßen, an denen das eine oder andere Stück Asphalt den Berg heruntergefallen ist.
Jedenfalls - meine Schlussfolgerung was das Kuh-Schild angeht:
"Achtung, ihr Touristen-Ochsen, langsam fahren!" - damit hätte man dann alle möglichen Hindernisse und Gefahren auf einen Schlag abgedeckt.
Jedenfalls - es war schön, es war lecker, es war warm, was will man mehr?
Aber - man wäre ja kein Westfale, wenn man nicht was zu nörgeln hätte... die Beschreibung auf der Webseite unseres Ferienhauses:
"Ihr Domizil liegt nur wenige Meter vom Duomo entfernt. Parken Sie Ihr Auto auf der Piazza de Duomo, von dort geht es zu Fuß weiter".
Ich möchte jetzt mal in einer Bilderstrecke zeigen, was dieses recht lapidare Statement de facto bedeutet hat, mal ganz abgesehen davon, dass es auf der Piazza de Duomo gar keine Parkplätze gibt. Aber gut -man parkt also irgendwo, so cirka einen Kilometer vom Duomo entfernt und fängt an zu laufen.
Wohlgemerkt, ich war recht großzügig mit dem Gepäck, schließlich weiß man ja nicht wie das Wetter so wird - und noch ein paar Schuhe oder 5 schaden ja nie. Jedenfalls schleppte der Gatte dann 2 Koffer mit 45 kg Inhalt als es hier losging:
ein paar Gassen entlang
und noch ein paar Treppen hoch
links herum, rechts herum,
schließlich noch ein paar Treppen
und voilà
wir sind an unserem Ferienhaus, jetzt nur noch die Tür öffnen und
siehe da:
Treppen und....
und zum Schluss, bis zu unserem Schlafzimmer noch ein paar...
Wenn man es bis dahin geschafft hat, kann man den oben gezeigten Ausblick genießen.
Aber lasst mich da ganz ehrlich sein - zu dem Zeitpunkt braucht Frau eine Sauerstoffmaske und einen Sanitäter.
Diese Vorliebe der Sizilianer für großzügiges Umschreiben von Sachverhalten kommt meiner Meinung nach auch bei den Straßenschildern zum Ausdruck.
Sobald man dort mit dem Auto unterwegs ist, fallen einem diese dreieckigen Warnschilder auf, auf denen eine Kuh abgebildet ist.
Auch das ist eine recht sparsame Methode den unbedarften Touristen auf die verschiedenartigsten Hindernisse hinzuweisen:
Ja, ab und an findet man tatsächlich die ein oder andere Kuh auf der Straße
Oder niedriger und zahlreicher
Manchmal findet man auch gar kein Viehzeugs, dafür aber leicht fragwürdige Bergstraßen, an denen das eine oder andere Stück Asphalt den Berg heruntergefallen ist.
Jedenfalls - meine Schlussfolgerung was das Kuh-Schild angeht:
"Achtung, ihr Touristen-Ochsen, langsam fahren!" - damit hätte man dann alle möglichen Hindernisse und Gefahren auf einen Schlag abgedeckt.
Jedenfalls - es war schön, es war lecker, es war warm, was will man mehr?
Samstag, 30. Oktober 2010
Bella Italia
Die letzten Vorbereitungen laufen. Eben noch aus meinen heißgeliebten Lakehouse Stoffen eine "Claire" Tasche von Griselda genäht.
Und am Dienstag morgen geht es dann los.
Um mit Harpe zu sprechen: "Ich bin dann mal weg"
Eine Woche lang.
Nach Italien. Genauer gesagt nach Sizilien.
Ich werde meinen Computer zuhause lassen. Und nichts zum Nähen mitnehmen. Und an nichts in irgendeiner Form relevantes denken.
Und dann werde ich Dinge essen, vorzugsweise leckere Dinge, die irgendjemand anderes für mich kocht. Und die räumen dann auch meinen Teller wieder weg.
Und wenn den Gatten wieder der ungebremste Aktivismus überkommt ("Ich würde gerne mal auf den Ätna klettern, jedes auch noch so kleine Museum auf dieser Insel erkunden, jeden Grashalm, jeden Olivenbaum, jede Kirche inspizieren") dann werde ich kurz von meinem völlig seichten, aber unterhaltsamen Roman aufblicken, sanft lächeln, noch ein Schlückchen Espresso (oder - je nach Tageszeit ein Schlückchen Rotwein) zu mir nehmen, und sagen: "Mach nur, Schatz. Du weißt ja, wo du mich findest, wenn du wiederkommst."
Also Mädels - wir sprechen uns, hoffentlich in neuer Frische - in gut einer Woche.
LG,
Grete
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Mein erstes freies e-book
Im Prinzip wäre das ja jetzt sehr schön, wenn ich in der Lage wäre mein e-book als pdf-Datei entweder im Blog oder in meinem Shop zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen.
Lasst mich da ganz ehrlich sein: Ich bin zu blöd.
Jetzt habe ich mir so viel Mühe gemacht mit fotografieren und beschreiben und hasse-nich-gesehn - und dann kriege ich es nicht gebacken, die Datei auch zu verlinken. Vielleicht hat ja eine von Euch nützliche Tipps.
Jedenfalls - wer gerne die Anleitung hätte muss mir bis dahin halt Bescheid sagen und ich schicke die pdf-Datei per e-mail
Ich gehe jetzt noch mal raus in den Garten und schreie. Oder beiße in die Tischkante. Vielleicht auch beides.
Montag, 18. Oktober 2010
Miriam, Irene, Andrea, Marilena und wer sonst noch will...
it's a date.
Sagen wir mal so ca. 2030 treffen wir uns bei mir zum Martini trinken. Vermutlich am besten durch eine Schnabeltasse und mit Lätzchen um den Hals, aber trotzdem. Und vielleicht besser nicht auf einem weißen Sofa, weil.... Ihr wisst schon.
Vielleicht auf dem Balkönchen vor meinem Zimmer im Altersheim, mit Blick auf den Marktplatz und auf die Jungmenschen mit den manikürten Fingernägeln und dem persönlichen Fitnesstrainer.
Und dann können wir so wie die weiblichen Versionen von Waldorf und Stettler da oben sitzen und gründlich über ebenjene da unten ablästern. Schöne Vorstellung.
Zurück zu 2010 - hatte ich schon mal erwähnt, dass das heften von großen Quilts nicht zu meinen Lieblingsaufgaben gehört? Und dass ich es ausgesprochen mühsam finde so einen Riesentrump unter die Maschine zu quetschen, um ihn zu quilten? Glücklicherweise ist er jetzt fertig und wird heute abgeholt.
Trotzdem saß ich dann heute morgen um 5.30 Uhr noch im Schlafanzug vor meinem Computer und habe mir Werbevideos von Langarm-Quiltmaschinen angeguckt. Nicht, dass ich Platz für so ein Ding hätte. Oder, dass sich das in irgendeiner Form rentieren würde. Aber neeeeeeeeeehhhhhh, wäre das schön.
Dienstag, 12. Oktober 2010
Im nächsten Leben....

....werde ich eine kinderlose, haustierlose, Single-Karrierefrau, möglicherweise lesbisch aber ohne feste Beziehung und mit einer Loft und einem weißen Sofa und als Gesellschaft maximal ein Kaktus auf der Fensterbank.Ich habe dann auch immer manikürte Fingernägel. Und einen persönlichen Fitnesstrainer.Und esse dauernd Sushi und Omeletts nur aus Eiweiß und Müsli und rohe Möhren. Jawohl.
Keine 2500 m2 Garten aus dem die Rosenbüsche mit verwelkten Knospen vorwurfsvoll durch das Unkraut lugen, keine Kinder die sagen: "Warum kochst du eigentlich in letzter Zeit so selten was Ordentliches?", keine Wäscheberge im Keller, kein vorwurfsvoller Labradorblick nach 10 Minuten Kurzspaziergang und "Jetzt mach doch mal endlich!", keine Wollmäuse unter dem Esstisch - nur ich, mein Kaktus und mein weißes Sofa.
Meine Schwester behauptet zwar dazu, dass ich dann vermutlich auch einen Kühlschrank mit lauter Schnapsfläschchen und ein Abo beim Seelenklempner bräuchte, aber an manchen Tagen finde ich diese Vorstellung gar nicht so übel.
Jedenfalls, habe noch die einen oder anderen Weihnachtsstoffe in den Shop gepackt, teilweise als Meterware, teilweise Fat Quarters.
Dienstag, 5. Oktober 2010
Geht doch
Das ist das Schöne am nähen - alles lässt sich (meistens) irgendwie wieder auftrennen und reparieren.
Obwohl ich sagen muss, es gab massiven Widerstand in der Familie.
Es wurden diverse kreative Vorschläge seitens meiner Kinder gemacht - von: "Nenn das Ding doch einfach 'Halbstern auf Stelzen' und sag, das war so gewollt' bis zu 'Kampf dem Perfektionismus - Wir lieben unseren Krüppelstern'. (Sehr politisch unkorrekt, muss ich sagen - vermutlich gibt es da in Bälde massive intergalaktische Proteste)
Aber da dieser Läufer im Kundenauftrag genäht wurde, wollte ich doch lieber den sicheren Weg mit einem ganz normalen, anatomisch korrekten Weihnachtsstern gehen.
Dann noch einen Quilt und ein Kissen aus den hübsch bekloppten, quitschebunten Laurel Burch Stoffen genäht - und jetz is gut für heute.
Feierabend.
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