Donnerstag, 8. März 2012
Fresh Cut
Nur ganz kurz - noch ein paar neue Stöffchen eingetroffen und zwar aus der Serie "Fresh Cut" von Heather Bailey für Free Spirit. (Dabei hatte ich meinem Mann glaubhaft versichert, es kämen erst NACH der Creativa neue Stoffserien und dann hätten wir ja ordentlich Platz...hah)
Mittwoch, 7. März 2012
Meditatives Appliqué
So, der dritte und letzte Elefantenläufer ist fertig und ich bin gerade dabei aus den neuen "Reunion" Stoffen einen Läufer / Wandbehang zu basteln, der auch wieder Appliqué beinhaltet.
Wenn ich mir überlege, dass ich vor ca. 1 Jahr hier meinen Widerwillen gegenüber dieser Technik zum Besten gegeben habe, fragt man sich ja, woher diese plötzliche Vorliebe kommt. Und ich sage Euch - das war der Infarkt. Danach findet man plötzlich solche Kräutertee-Ommmm-Was-soll-die-Eile- Betätigungen gar nicht mehr so furchtbar.
Vielleicht sollte ich solche Kurse in meiner Reha-Klinik anbieten: "Meditatives Appliqué für Herzpatienten"
Montag, 5. März 2012
Der hässlichste Hund im Wurf
Wie Ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich mir vor ein paar Wochen einen reizenden neuen Türkranz à la Jolijou aus den Gypsy Bandana Stoffen in pink und grün genäht. Dieser hing dann 2 Tage an meiner Ladentür, bis eine Kundin ihn unbedingt haben musste.
Also musste jetzt ein neuer Kranz her.
Und da fielen mir dann die Teatime Florals ein, die letzten Reste von ehemaligen Lieblingsstoffen, die ich mir schon vor einem Jahr zur Sicherungsverwahrung in eine Schublade gepackt hatte. Nun habe ich ja schon eine ganze Menge an runden Dingen genäht - Kränze, Körbe, Kissen, Sets.... - ist also nicht so, als wäre da irgendein Trick, irgendein Geheimnis, wie man ein rundes Objekt ordentlich näht.
Auch dieser Kranz sah wirklich sehr ordentlich aus - bis ich ihn gewendet und gefüllt habe. Lasst mich Euch sagen - das ist das traurigste, krummste Teil, dass je meine Nähmaschine von nahem gesehen hat. Überall zogen sich Falten (vor allem in der inneren Mitte - daher die YoYos schön symmetrisch draufgepappt), der Kranz ist an einiger Stellen eher eckig als rund, die Bommelborte sitzt unregelmäßig - alles in allem ein Bild des Jammers.
Ja, ich weiß - jede Näherin mit ein bisschen Selbstachtung hätte das Ding wieder aufgetrennt und neu gemacht - oder in den Müll geschmissen. Aber da ging es mir auf einmal wie mit besagtem hässlichem Hund im Wurf, oder dem kahlsten und krummsten Weihnachstbaum auf dem Markt - der Mitleidsfaktor. Und irgendwie passt so ein Ding mit ein paar Schrammen und Macken auch zu mir, ich lande ja auch nicht gleich auf der Müllhalde, nur weil ich objektiv gesehen mittlerweile eher als B-Ware klassifiziert werden müsste.
Also kommt er an die Tür - und da lächelt er mich jetzt dankbar und eierig wie er ist jedesmal an, wenn ich meinen Laden betrete.
Sonntag, 4. März 2012
Im Märzen der Bauer
Eines der für mich auf Lebzeit unlösbaren Rätsel ist, warum unsere Mutter immer pünktlich zum Frühlingsanfang in tiefe Melancholie verfiel. Für mich ist das immer die absolut schönste Zeit des Jahres und ich will sofort in meinen Garten und buddeln und säen und pflanzen was das Zeug hält.
Allein die Tatsache, dass ich heute morgen meine frisch gefertigten Tischsets aus den Terrain Stoffen DRAUSSEN fotografieren konnte, ohne dabei Frostbeulen zu bekommen - und das dann auch noch mit begleitendem Vogelkonzert vom Feinsten.
Besser gehts nich, Mädels, echt.
Mittwoch, 29. Februar 2012
Entfrostet....
....sind wir jetzt wieder, d.h. vermutlich man muss uns jetzt auch aufbrauchen. Geradezu faszinierend, wie schnell ein Haus so auskühlt. Bis Montag waren in allen Zimmern bis auf das Wohnzimmer 11 Grad.
Im Wohnzimmer hatten wir ein kleines Heizöfchen, dort kamen wir dann auf satte 15 Grad. Und ja - wie schon erwartet - nach ein paar Tagen findet man noch ein paar Vorteile, die so ein Heizungsausfall mit sich bringt.
Zum einen waren unsere Teenager nicht wie sonst nach dem Abendbrot sofort in ihren Zimmern verschwunden, sondern wollten schön mit Mama und Papa auf dem Sofa unterm Quilt gemeinsam fernsehen oder sich unterhalten. Zweitens hatte es enormen Unterhaltungswert in der Küche zu sitzen und dabei zuzuhören wie entweder der Gatte oder der Sohn bei 5 Grad Wassertemperatur täglich ihre Dusche nahmen. Wir Mädels waren da nicht ganz so hartgesotten - die Töchter sind einfach zu meiner Schwester gefahren um zu duschen. Und ich habe mal wieder festgestellt, dass ein Waschbecken mit Wasser aus dem Wasserkocher und ein Waschlappen zur Not auch für ein paar Tage dafür sorgen kann, dass man nicht müffelt. (Hoffe ich zumindest)
Nichtsdesto trotz habe ich den Heizungsmonteur nicht wieder nach Hause geschickt, ungeachtet der vielen Vorteile unserer temporären rustikalen Lebensweise.
Jedenfalls - heute sind dann noch pünktlich vor der Creativa die neuen Sweetwater "Reunion" Stoffe angekommen. Nach "Pure", "Sunkissed" und "Hometown" ist das jetzt die vierte Serie, die ich von Sweetwater in den Bestand aufgenommen habe - und ganz besonders nett finde ich, dass diesmal so ein richtiges dunkelblau dabei ist. Dunkelblau war nämlich in den letzten 2 oder 3 Jahren bei den Patchworkstoffen ein echtes Stiefkind - hellblau, petrol, türkis, alles mögliche - aber kein dunkelblau.
Dann hat das Mädchenkleid aus "Lola's Posies" noch ein kleines Täschchen bekommen, da es ja als Farbalternative zu dem rosa Kleid aus Michael Miller Stoffen in der nächsten Burda Patchwork steht. Ist das nicht nett?
So, jetzt mache ich mich mal daran, die neuen Stoffe in den Shop zu stellen, euch allen noch einen schönen Nachmittag.
Samstag, 25. Februar 2012
Murphy's Law und positives Denken
Gestern, also am Freitag habe ich eine schöne Überraschung bekommen, die sich (bei näherem Nachdenken) auf mehrere Aspekte unseres Lebens positiv auswirkt. Zumindest für einige Tage. Unsere Heizung hat nämlich den Geist aufgegeben. Jetzt könnte man natürlich negativ denken und sagen: Da haben wirs mal wieder - Murphy's Law - so was muss ja vor dem Wochenende passieren, genau wie Kleinkinder, die auch immer nur zwischen Freitag 16.00 und Sonntag 23.00 Uhr krank werden.
Aber nein - das tun wir nicht. Denn wie gesagt... das kann man auch positiv sehen:
- kalt duschen ist gut gegen Cellulitis (und wenn man wie wir einen eigenen sehrrrrrrr tiefen Brunnen hat, bedeutet "kalt" wirklich sehr, sehr kalt)
- wir sparen tagelang Heizkosten
- man ist sofort enorm motiviert schon am frühen Morgen in die Werkstatt zu gehen und sich warm zu arbeiten (siehe Foto)
- die Umwelt wird geschont
- die € 3000, die man unerwartet für die Reparatur ausgeben muss, gehen nicht für frivole Dinge wie Schuhe, Stoffe und Cremes gegen Cellulitis drauf (dafür haben wir ja jetzt eine andere Heilmethode - Doppelvorteil sozusagen!)
- wenn man aus der Haustür kommt, findet man das Winterwetter gar nicht mehr so unangenehm
Bis die Heizung nächste Woche wieder funktioniert, fallen mir bestimmt noch ein paar Vorteile ein. Vielleicht sage ich dann dem Heizungsmonteur wenn er kommt: "Och schade... jetzt hatten wir uns gerade daran gewöhnt!"
Donnerstag, 23. Februar 2012
Don't jinxx it!
.... oder wie meine Mutter immer so schön sagte: "Man soll's ja nicht beschwören". Ich habe so ein paar kleine abergläubige Macken. Dazu gehört - kein Verbandszeug in meiner Werkstatt. Noch nicht mal Pflaster. Was zwangsläufig dazu führt, dass ich mindestens 2 oder 3 mal in der Woche nach nebenan ins Haus renne, während mir sozusagen das Blut aus den armen geschundenen Händchen läuft.
Denn - Ihr habt das vielleicht schon bemerkt - ich habe ein besonderes Talent für kleinere Unfälle. Oder vielleicht ist das auch ganz normal, wenn man den ganzen Tag mit Nadeln, Scheren oder Rollschneidern arbeitet. Besonders schön ist es immer, sich dann ordentlich in die Finger zu ratzen, wenn man die letzten Arbeitsschritte an einem genähten Teil macht - und dann einer dicker fetter Blutfleck. Yay!
Dieses Mal habe ich mir eine Stecknadel ungefähr einen Zentimeter tief unter den Fingernagel geschoben und mich sofort total gefreut, dass ich ausnahmsweise mal was aus laminierten Stoffen genäht hatte (siehe oben). Innen hat die Tasche zwar normale Baumwollstoffe, aber glücklicherweise hatte ich nur draußen getropft.
Jetzt ist die Frage - sollte ich vielleicht doch einen Pflastervorrat in die Werkstatt packen (da ich ja offensichtlich trotzdem permanent in mich hineinsteche, schneide oder hacke) - oder.... hätte ich mir bereits mit dem Rollschneider einen Finger abgesäbelt, wenn ich Verbandmaterial zur Hand hätte? Wir wissen es nicht.
Jedenfalls - ich war fleißig. Die neuen Stöffchen sind im Shop, der zweite Elefantenläufer samt e-book ist fertig...
... und die Kisten mit fertig geschnittenen Charm Packs und sonstigen pre-cut Paketen für die Creativa werden auch immer voller. Und wenn wir dann aus Dortmund zurück sind - pünktlich zu den Osterferien, packen wir die Koffer und fliegen in die alte Heimat nach Israel. Bei ca. 25 Grad am roten Meer, am toten Meer, am Mittelmeer und am See Genezareth sitzen und Felafel essen. Zwei Wochen lang - wheeeeeee....
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