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Donnerstag, 26. September 2013

YAY - ich bin ein Loser!


Da ich ja aus irgendwelchen, auch mir selbst nicht ganz klaren Gründen meinen Blog 1 1/2 Wochen lang vernachlässigt hatte, ich außerdem heute im Sprechmodus bin und ausgerechnet heute morgen weder Kundschaft noch Familie hier ist um das auszuleben, seid Ihr jetzt dran. Zum einen hatte ich in der gerade erschienenen "Patchwork Spezial Weihnachten" eine kleine Anleitung zur Resteverwertung der Weihnachtsstoffe vom letzten Jahr mit diesen Mug-Rugs. 


Dann habe ich aus den "Wish" Stoffen von Valerie Wells Tischsets genäht - und zwar je 2 in den drei Farbrichtungen.


Die blauen sind allerdings direkt, als ich den letzten Faden abgeschnitten habe verkauft worden, also nur 2 Sorten hier zu sehen.


Dann hatte eine Kundin ein kleines Kosmetiktäschchen nach dieser Anleitung von pattydoo genäht (hier zu finden) - und da ich das mit diesen Kellerfalten so hübsch fand, musste ich das auch gleich mal nachnähen. Wirklich ebenfalls prima zur Resteverwertung und da Weihnachten nicht mehr weit ist, mache ich davon bestimmt noch ein paar mehr zum verschenken, ich denke auch noch mal in größerer Version als Kulturtasche.


Ein paar neue Weihnachtsstoffe sind eingetroffen - und zwar "Oh So Jolly!" von Andrea Victoria.


Dann habe ich noch einen Chormappe für eine gute Freundin aus den "Nature's Palette" Stoffen genäht und schließlich bin ich noch dabei einen großen Jelly Roll Quilt samt Anleitung und Materialpaket aus den "Sweet Things" Stoffen zu machen. 

Was ich aber eigentlich erzählen wollte (siehe Überschrift) .... ich bin ein Loser - und selten so stolz auf mich gewesen. 

Ich weiß ja nicht, wie es Euch so geht, aber ich mache ganz ungern Dinge in der Öffentlichkeit, bei denen ich mir nicht absolut sicher bin, dass ich das gut mache. Wenn möglich besser als die anderen, die da so antreten. Aber wenigstens genau so gut. Und wenn nur das geringste Risiko besteht, dass mir das nicht gelingen könnte, dann lasse ich es lieber. Was mich dann maßlos ärgert.

Meine jüngste Tochter Ella, gerade mal 17 Jahre alt, führt mir mit schöner Regelmäßigkeit vor, was ich für eine feige Socke bin. Die traut sich. Immer. Ohne Scheu, klar - hier und da mit Herzklopfen, aber die springt ins kalte Wasser und wenn es dann mal nicht funktioniert, dann zuckt sie mit den Schultern, lacht und nimmt einen neuen Anlauf. Dieses Kind wird ihr Leben lang ohne dieses Gefühl auskommen können, etwas nicht getan zu haben, nur aus Angst wie ein Depp dazustehen.

Ich (und viele andere, die ich kenne) gehe dann gerne hin und blubbere irgendwelchen Schwachsinn darüber, dass ich ja Perfektionistin bin, blah, blah, blah. 
Warum bin ich jetzt also stolz auf mich? Ich mache seit Jahren Musik, in kleineren und größeren Gruppen oder als Solistin mit Pianist - suche mir die Stücke aus, die zu meiner Stimme passen, bereite mich akribisch vor und weiß eigentlich immer, dass da nicht wirklich was schief gehen kann. 

Seit neuestem bin ich in einer wunderbaren A-Capella-Jazz-Kombo.... und eigentlich gehört dazu auch: improvisieren. Schreck lass nach. Allein der Gedanke. Da ist ja regelmäßiges abstürzen praktisch schon vorprogrammiert. Das kann man ja noch nicht mal wirklich üben - denn weiß der Geier was der Pianist da gleich spielt. Allein bei dem Gedanken stand mir schon der Angstschweiß auf der Stirn.

Und gestern hab ich es getan. Vor anderen Menschen. Solchen, die das können. Und - oioioioioiiiiiii - war ich SCHLECHT. So richtig grottig. An Peinlichkeit kaum zu überbieten. Und ich lebe noch. Ist das nicht schön?

Kommentare:

  1. Herrlich, deine Geschichte macht so richtig mut! Du wirst das schon packen...jetzt bloß nicht aufgeben!
    LG - Irma

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  2. ich hab dir zugehört...bin im zuhörmodus....ja, ich kenne das gefühl, aber ich kämpfe gegen an...mit großer klappe und ehrlichkeit versuche ich, den menschen zu beweisen, dass man nicht immer perfekt sein muß - weil sonst der spaß am leben fehlt. stelle dich den herausforderungen und sei stolz, dich überwunden zu haben - DAS gefühl ist doch himmlisch, oder?! (und andere müssen auch mal auf klo...sag ich mir immer ganz unkonventionell)...so, ich hoffe, ich bin nicht zu dreist und wünsche dir noch einen herrlichen tag....lg katrin

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  3. mensch - dann herzlichen glückwunsch zu deiner katastrophalen darbietung - ja manchmal muss man sich einfach zum deppen machen und dann herzlich über sich selber lachen. das gehört doch zum gesamtpaket leben dazu. sehr tapfer von dir!
    lg von der numi

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  4. Ganz klasse von dir....wer muss denn immer PERFEKT sein....auch wenn Frau es gern möchte....wir verlangen oft Übermenschliches von uns...

    LG Barbara

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  5. Das ist schön! Sei stolz auf Dich, eine Schwelle übersprungen....
    LG
    Valomea

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  6. Das man grottenschlecht war denkt man doch immer nur selbst. Die Anderen merken das doch oft nicht. Und: immer positiv von sich selbst berichtén. Das wirkt Wunder. Denn die Anderen übernehmen dieses positive Gehörte doch dann. Ganz einfach! Zu einfach? Na und!! Gruss von Cosmee

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  7. schön das Du noch lebst, wäre schade gewesen...
    unsere Kinder machen uns vieles mit unbekümmertheit vor...
    schöne Sachen hast Du genäht
    schönes Wochenende
    lg
    Gabi

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