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Mittwoch, 27. Februar 2013

Die geheimnisvollen Handschuhe


Um auf die Fragen, die zu meinem Post von gestern gestellt wurden auch ordentlich zu antworten muss ich ein bisschen weiter ausholen.

Also - erst mal die Handschuhe - das sind Baumwollhandschuhe, die auf der Handflächenseite mit kleinen Gumminoppen versehen sind. Sie helfen dabei, den Quilt unter der Maschine (besonders beim freihandquilten) hin und her zu schieben. Bei kleinen Projekten benutze ich sie nicht, aber wenn ich eine große Decke quilte hilft das enorm und man hat hinterher nicht total verspannte Schultern und Rücken. 

Was das heften des Quiltsandwichs angeht, gibt es leider - zumindest meiner Meinung nach - keine optimale Methode. Es gibt nur die bestmögliche Methode für das jeweilige Projekt. Das heißt für mich, es kommt auf den Bestimmungszweck und die Größe des Projekts an, für welches Vlies und für welche Heftmethode ich mich entscheide. 

Klebespray ( ich benutze odif 505 ) - bei kleinen Projekten wie Tischläufern,  Topflappen, etc. und Thermolam Vlies

Vliesofix plus Thermolam - z.B. bei Tischsets, Brotkörben oder bei Taschen. Wenn ich möchte, dass das fertige Teil mehr Stand hat kommt auf bei Rückseiten des Stoffes Vliesofix und dann Thermolam in die Mitte, dann wird noch gequiltet - da wackelt dann nix mehr! 

H 630 Bügelvlies - bei mittelgroßen Projekten oder bei Projekten bei denen extrem viele Nähte in dem Teil sind - bei dem paper piecing quilt da oben habe ich es z.B. verwendet, weil sich teilweise 7 oder 8 Dreiecke an einem Punkt treffen und ich nicht wollte, dass sich beim quilten noch was verzieht.

Microstitch Heftpistole - bei größeren Projekten und mitteldickem Vlies funktioniert das prima, obwohl natürlich das herausfriemeln der Plastiknädelchen hinterher immer lästig ist. Da sollte man auf jeden Fall auch den Heftfadenentferner dazu kaufen, das geht deutlich schneller, als mit einem Scherchen.

Reihgarn - bei großen Decken und dickem Vlies (wie z.B. Volumenvlies 281) kommt die Heftpistole nicht mehr wirklich durch und dann hat man hinterher lauter Platiknädelchen, die nur an einer Seite rausgucken und in der Mitte im Vlies hängen geblieben sind. Die kriegt man dann nicht mehr raus und hinterher pieksen sie einen, wenn man unter der Decke kuschelt. Also bleibt einem meiner Meinung nach nichts anderes übrig, als mit groben Stichen von der Mitte ausgehend die Decke zu heften. Manche bevorzugen auch Sicherheitsnadeln, aber die finde ich persönlich beim quilten sehr lästig und immer im Weg.

So oder so ist das immer der Arbeitsgang, den ich persönlich am nervigsten finde, aber bei dem es sich am meisten rächt, wenn man dabei schlampt :o)
Hoffe, das hilft jemandem weiter...

Kommentare:

  1. Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Also die Handschuhe werde ich mir schon mal besorgen, weil ich beim Freihandquilten (schon bei kleinen Projekten) gemerkt habe, dass sich der Stoff nicht so super hin und her schieben lässt. Puh und dann das Heften. Ich hassssseeeeee es. Eben, weil man so viel falsch dabei machen kann. Aber sage mal, das H630 ist doch noch auf einer Seite klebend, d.h. du musst zusätzlich noch irgendwie heften. Beim letzten Quilt hab ich Sicherheitsnadeln genommen, fand das aber auch nur suboptimal. Den Sprühkleber find ich so irre teuer und wie du sagst wahrscheinlich bei kleineren Projekten ganz ok. Mir wird wohl nix anderes übrig bleiben als meinen Quilt zu reihen. Das doofe dabei ist das Rumkriechen auf dem Boden, da ich dafür nicht so super Tische hab wie du. Ich glaube, dass ist noch das sicherste und beim Quilten tatsächlich das einfachste. Wir werden sehen. Nochmal danke!!

    Bettina

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  2. gut erklärt. Ich habe einen kleinen Tip. Ich treffe mich zum quilten immer mit 1 Zwei Freundinen und dann wird fleissig zusammen geheftet. Unter gelächter un gequatsche heftet es sich besser!
    Tschüss
    Doris

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  3. Hoffentlich krieg ich das hin bei meinem ersten Quilt... sandwich ist nur geklebt mit 505 - und steh unangerührt in der Ecke - habe noch auf den Schmalkantfuß mit D gewartet... ;-) jetzt ist er da und ich hab keine zeit...:-(
    Aber ich will bald anfangen - die Handschuhe.. sie sind auch gut beim Stoffballen packen...;-) nur mal so.. brauchst du ja vielleicht manchmal - besonders wenn man klamme Finger hat - dann tun die nicht so weh hinterher... ;-)
    LG unter stoff-und nähbekloppten... ins schöne Münster... da wär ich gern mal wieder... Nordstern-Hähnchenessen... lecker
    Frau elbmarie mit Handschuhen ;-)

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